Ein Anfang den ich mir schon lange gewünscht habe!
vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag
Ein Anfang
Nun sitze ich zuhause mit einer Rotznase und dicken Socken, umschlungen von einer kuscheligen Wohldecke. Links und rechts wärmen mich meine Lieblingskater, das MacBook auf dem Schoß und fange einfach mal zu tippen.
Mein erster Blogartikel.
Meine ersten Gedanken, die ich mit euch teilen möchte.
Aber zuerst einmal: Willkommen in meiner Welt.
Vielleicht ist es genau dieser unperfekte Moment, der sich richtig anfühlt.
Nicht geschniegelt. Nicht durchgestylt. Nichts inszeniert. Sondern einfach nur ich und dieser Moment.
Die Suche
Lange habe ich gespürt, dass ich schreiben möchte.
Einen Raum öffnen. Worte finden für das, was mich innerlich bewegt. Für das, was mich zu somatischen Ansatz und zum Klang geführt hat.
Nicht weil es "schön klingt" und nicht weil es ein „Trend“ ist. Sondern weil mein Körper irgendwann lauter wurde als mein Kopf.
Oh, ich habe einige Jahre gesucht. Nach einer Praxis, die mich vollkommen erfüllt. Ich war unterwegs in Kinderyoga, im Hormon Yoga, im Ashtanga Yoga usw. Habe viele Konzepte ausprobiert, Techniken durchdrungen, Metohoden kombiniert und doch war da immer dieses Gefühl: ich komme bei mir selbst nicht ganz an, ich bin nicht da!
Ich funktioniere, ich halte, ich begleite aber mich selbst spüre ich nicht vollständig.
Stark
Mir fehlte die Beziehung zu mir selbst. Zu meinen weiblichen Anteilen. Zu diesem tiefen, inneren Wissen: Ich darf empfangen. Ich darf weich sein. Ich darf verletzlich sein, ohne mich erklären zu müssen.
Stattdessen war ich stark. Organisiert. Verlässlich. Tragend.
In einem Haushakt mit 5 Männern ist viel Energie im Raum. Lautstärke, Dynamik, Struktur. Dazu ein Vollzeit Job in der Kita. Wenn ich heute daran denke, wird mir fast heiß im Nacken.
Ich habe funktioniert, gehalten, strukturiert, begleitet. Und das konnte ich gut.
Doch irgendwann spürte ich: Ich bin zwar kraftvoll geworden doch meine Weichheit ist leiser geworden. Ich konnte für alle da sein, aber nicht mehr wirklich für mich.
Es fehlte dieses Ankommen in meinem Körper, in meiner Weichheit, in meiner Empfänglichkeit, in meinem eigenen Rhythmus.
Dieses stille Wissen: Ich darf Raum einnehmen, ohne ihn mir verdienen zu müssen.
Die Rückkehr zum SOMA
Und dann kam der somatische Ansatzt in mein Leben.
Er hat mich verlagsamt. Er hat mich - im besten Sinne - gezwungen hinzuhören.
Hinzuhören auf Impulse, auf Spannungen und vorallem auf das , was unter der Oberfläche lebt.
Mein SOMA!!!
Mein Körper ist nicht ein Objekt! Mein Körper ist eine lebendige Erfahrung, Ein fühlendes, lebendiges Wesen. Es ist nicht nur der Tempel, den ich bewohne, es ist im wahrsten Sinne ein lebendiger Tempel, ein Raum von hoher Intelligenz, unzähliger Erinnerungen und Wahrheit.
In meiner Praxis habe ich gelernt, wieder zu empfangen. Raum zu lassen. Zu spüren, wann mein Körper müde ist, wann er weich werden will, wann er einfach nur gehalten sein möchte.
Dies ist keine inszenierte Weiblichkeit und kein Konzept davon wie „Frau sein“ aussehen sollte. Sondern mein eigener Rhythmus. Meine Zartheit. Meine Kraft, die nicht aus Anstrengung kommt, sondern aus Verbundenheit. Verbunden mit mir selbst.
Und der Klang
Der Klang hat etwas in mir geöffnet, das Worte nicht erreichen können. Die Schwingung des Klanges geht dorthin, wo Denken nicht hinkommt und manchmal lösst sich etwas in mir, ohne dass ich erklären könnte, was oder warum. Ich liebe es, einfach da zu liegen und zu lauschen, lauschen in die tiefe der Schwingung, in die tiefe auf Zellebene. Und irgendwann lößt sich alles, der Körper und der Geist. Ich spüre Leere und zugleich Fühle. Ich spüre wie alles in mir schwingt und erfahre die Einheit.
Warum ich das teile
Weil die Arbeit mit SOMA und Klang mich ehrlicher macht.
Ehrlicher mir selbst gegen über. SOMA & Klang macht mich nicht besser aber GANZER.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum mich diese Praxis so erfühlt.
Nicht, weil ich etwas lehren möchte, sondern weil ich erfahren habe, wie sehr es mich selbst verändert hat.
Dieser Blog ist nun ein Teil dieses Weges.
Ein Raum für Verkörperung. Für Herzenstiefe und für leise Prozesse in mir und vielleicht auch in dir.
Und genau diese Haltung fließt heute in meine Yoga Stunden ein. Eine gelebte Erfahrung!
Es geht nicht um Korrektur des Körpers, sondern um Beziehung zu ihm und es geht nicht um Leistung, sondern um bewusste Wahrnehmung.
Wenn du spürst, dass dein Körper mehr weiß, als dein Kopf versteht, dann begleite mich hier weiter.
In den nächsten Beiträgen tauche ich tiefer ein in SOMA, in Klang und in die verkörperte Erfahrung, die entsteht, wenn wir beginnen, uns wirklich zu fühlen.
Vielleicht ist das nicht nur mein Weg. Vielleicht ist es auch deiner.